Eine kurzer Überblick über die Farben der Verführung (Teil 1)
Farben und Dessous: eine Kombination, die alles erlaubt. Ob ein Strumpf in klassisch schwarz, ein Slip in keuschem Weiß, verführerische Rot oder hautfarben und damit beinahe unsichtbar; dazu die bunte Vielfalt modischer Farbtrends oder die Spitzen kleiner erotischer Ergänzungen – Farben bilden neben Material (beispielsweise Nylon) und Design die dritte wichtige Komponente in der Dessous Mode. Dass diese nicht immer gleich bedeutet wurde, sondern durchaus auch mal gegenteilig wirkten, zeigt sich schnell. An dieser Stelle: Ein kurzer Überblick im Steno auf die Farben der Verführung (PT)
Antike: Die Unterkleidung ist im Allgemeinen rot; Mittelalter: Ein weißes Unterhemd als Zeichen der Keuschheit; ein blaues Leibchen; Rot als die Farbe des Herzens; Erfindung der Romantik; 19. Jhd.: Schwarz als die klassische Farbe (praktischer Nutzen: Verschmutzung ist nicht sichtbar); aber auch weiß als Symbol der Keuschheit; 2. Hälfte/Ende 19. Jhd.: Farben halten Einzug: Rot; Burgunder und Gelb für Korsetts sind verbreitet; „unsichtbare“ Abstufungen von der Oberbekleidung in die Unterwäsche hinein sind in; 1857: Rot erlebt einen Durchbruch; 1920er Jahre: die Farben werden gedämpfter; Höschen, Hüfthalter und BHs in weiß/rosa/blassrosa (pfirischfarben/rosé, Pastellfarben), aber auch rauchblau und lindgrün; hautfarbene Strümpfe seit dem 1. Weltkrieg; um 1925: Schwarz gilt als kokett/unanständig. Ende der 1930er Jahre: Schwarz und dunkle Farben sind in, und werden mit der Oberkleidung abgestimmt, als Merkmal der Eleganz; 1950er Jahre: Rosa Seide, lachsfarbenes Satin und Gelb für enge Höschen; Schwarz wird die nächsten Jahrzehnte grundsätzlich dominieren; 1960er Jahre: Es wird bunt und „psychodelisch“ (ornamentiert, grafisch, Streifen & Karos); 1980er Jahre: wiederum bunte Farben; leuchtendes Rot wird wieder salonfähig, nachdem es viele Jahre Symbol des Vulgären war. 2000: Rosa setzt sich als Standard Farbe in der Dessous Welt durch neben den Klassikern Schwarz, Weiß und hautfarben.
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